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Zu den Aufgaben des Würzburger Fatimaweltapostolates gehören nicht nur die Durchführung der Monatswallfahrten, sondern auch die Verehrung der Heiligen, die selbst große Marienverehrer gewesen sind. Eine mehrtägige Reise nach Polen, an die Lebensstätten des Hl. Pater Maximilian Kolbe, unternahmen in der Osteroktav die jüngeren Mitglieder des Apostolates unter der geistlichen Leitung von Vikar Christian Stadtmüller.

Die erste Wegetappe endete in Prag, wo die Wallfahrer am Bild des Prager Jesulein um eine gute Wallfahrt gebetet haben.

Der Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau war der traurige Höhepunkt des ersten Tages. Dem Vernichtungswahn der Nationalsozialisten erlag dort am 14.8.1941 Pater Maximilian Kolbe, der für einen Mithäftling in den Hungerbunker gegangen ist. Bedrückt und erschüttert besichtigten die Wallfahrer das Gelände des Lagers und hielten an der Todeszelle des Märtyrers inne. Doch brach sich selbst in diese abgründigen Bilder des Grauens die Osterfreude Bahn. Durch die Vorsehung gefügt konnte die Gruppe noch am selben Abend am Gnadenaltar der Schwarzen Madonna von Tschenstochau eine Hl. Messe feiern.

Der Großteil des zweiten Tages war dem Besuch des Heiligtums gewidmet. Persönliches Gebet, die Feier der Hl. Messe sowie eine unüberschaubare Anzahl von jugendlichen polnischen Wallfahrern prägten die Stunden auf dem Weißen Berg, bevor es in das in der Nähe von Warschau gelegene Niepokalanow, die von Pater Maximilian Kolbe gegründete Stadt der Immakulata ging. Diese Klosterstadt, welche zu Spitzenzeiten von über 700 Franziskanerminoriten bewohnt wurde, ist ein Vermächtnis dieses unermüdlichen Heiligen. Von dort wurde der „Ritter der Unbefleckten“, eine Zeitschrift, die mit Druckmaschinen von König und Bauer hergestellt wurde, in die ganze Welt verbreitet; von hier aus plante Pater Maximilian Kolbe seine Japan-Mission, hier gab es zur Versorgung der Brüder die unterschiedlichsten Einrichtungen bis hin zur eigenen Feuerwehr, die bis heute ihren Dienst für die Menschen in der Umgebung versieht.

An diesem Ort haben die Wallfahrer das Wirken und das Werk des Heiligen näher kennen gelernt, haben dafür dem eucharistischen Herrn gedankt und durften als besonderen Höhepunkt die Messe so feiern, wie es Pater Maximilian selbst getan hat: sein Messgewand, sein Kelch und sein Messbuch wurden an dem Altar verwendet, den einst der Heilige als Grundstock für die Stadt der Unbefleckten errichtet hat.

Dankbar für einen so großen Heiligen verließ die Würzburger Pilgergruppe nach zwei Nächten Niepokalanow, trat die lange Heimreise an, welche durch Unterbrechungen in Breslau und Chemnitz auf ein erträgliches Maß gebracht wurde, und erreichte wohlbehalten und geistlich reich beschenkt das heimatliche Würzburg.

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