header

"Wer an das Evangelium glaubt, achtet auch die Würde aller Menschen."

MARIA LIMBACH „So voll hat man Limbach lange nicht gesehen!“ kommentierte Wallfahrtspfarrer Ottmar Pottler die Fatimafeier am vergangenen Donnerstag (13. Juli) im östlichsten Wallfahrtsort der Diözese. Mit über 400 Gläubigen beging Erzbischof Schick aus Bamberg die Monatswallfahrt des Fatimaweltapostolates. Am Festtag des Bamberger Diözesanpatrons freute sich Vikar Stadtmüller neben den vielen Wallfahrern aus nah und fern auch eine Schar von Priestern zu begrüßen, die teilweise aus der benachbarten Bamberger Diözese gekommen waren. In seiner Predigt verwies der Metropolit der Kirchenprovinz Bamberg auf die Seherkinder von Fatima, die die Urbotschaft Jesu vernommen haben: „Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium! Tut Buße für eure Sünden und die der Menschen! Seid missionarisch und wendet die Herzen der Menschen Jesus Christus zu!“ Zugleich warnte er vor den in Medien und manchen kirchlichen Kreisen verbreiteten Spekulationen über das dritte und ein angeblich weiteres unveröffentlichtes Fatima-Geheimnis. Er selbst hat 1998 mit Schwester Lucia gesprochen. Sie hat versichert, dass es bei den Botschaften nicht um Kuriositäten und Phantasien ging, sondern um den Kern des Evangeliums: um die Heiligkeit der Kirche, um Buße für die Sünden und die Bekehrung der Menschen. Wer an das Evangelium glaubt, achtet auch die Würde aller Menschen. Dazu gehören auch die Ungeborenen, die unheilbar Kranken oder Dementen: „Jeder Todkranke und Leidende soll an Menschenhand und nicht durch Menschenhand sterben“, so der Erzbischof. Im Aufruf für die Bekehrung Russlands zu beten, sieht der Erzbischof heute den missionarischen Auftrag, die ganze Welt zu Jüngern Jesu zu machen. „Er bedeutet heute, die Atheisten, Skeptiker und Agnostiker durch ein authentisches Leben von der Vernünftigkeit und dem Wert des Glaubens zu überzeugen.“ Der Auftrag bedeutet auch, bei den anderen Religionen, auch bei den Muslimen, für die Botschaft des Glaubens zu werben, damit die Welt mit dem Evangelium durchdrungen und bereichert werde. Nach dem Pontifikalamt, das sich dem Rosenkranz vor dem Allerheiligsten anschloss, begann die traditionelle Lichterprozession um die Limbacher Wallfahrtskirche. Den Abschluss bildete das gemeinsame Gebet in den Anliegen der Kirche und für Erzbischof Schick, dessen Bischofsweihe sich am Tag zuvor gejährt hatte. Zeitgleich zur Feier in Limbach veranstaltete das Fatimaweltapostolat die parallele Fatimafeier in Hessenthal, wo Erzbischof Stephan Burger aus Freiburg zu Gast war.

­