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Prof. Dr. Anton Ziegenaus referierte im Exerzitienhaus Himmelspforten zum Thema "Umkehr im Sinne der Botschaft von Fatima" 120 Teilnehmer konnte Diözesanleiter Vikar Christian Stadtmüller im Exerzitienhaus Himmelspforten zum alljährlichen Besinnungstag des Fatimaweltapostolates Würzburg begrüßen. Mit Prälat Prof. Dr. Anton Ziegenaus aus Augsburg war es gelungen, einen der profundesten Kenner der Botschaft von Fatima zu gewinnen. Das Thema des Besinnungstages „Umkehr im Sinne der Botschaft von Fatima“ referierte Prälat Prof. Dr. Ziegenaus in drei Vortragseinheiten, zwei am Vormittag und eine am Nachmittag. Anhand der ersten drei Erscheinungstermine der Muttergottes in Fatima (im Mai, Juni und Juli 1917) erläuterte er in den vormittäglichen Vorträgen die Zusammenhänge von offizieller Offenbarung und privater Offenbarung und führte aus, dass die marianische Botschaft an die Seherkinder die heute nur ungern angesprochenen Themen Fegefeuer und Hölle beinhaltete.
Durch Gebet und Sühne (Fasten und Verzicht) zeigten die Seherkinder ihre Liebe zu Jesus. Hierbei war die selige Jacinta die opferbereiteste der drei Seherkinder. Fasten sei eine Grundübung des Gläubigen, so Prälat Ziegenaus; Verzicht führt zu innerer Freiheit und Freude, das Herz kann sich für die Armen öffnen. Schon im Alten Testament wird das Fasten in Verbindung mit dem Gebet erwähnt. Nach der Mittagspause hatte das dritte Referat die Buße und das Sakrament der Beichte zum Thema. Der Empfang der heiligen Beichte wird in der heutigen Zeit nur noch selten wahrgenommen, da das Bewusstsein von Schuld im Sinn von Sünde als Beleidigung Gottes immer mehr schwindet und die göttliche Vergebung nicht mehr nötig scheint. Das Bußsakrament ist ein Geschenk des auferstandenen Jesus an die Menschen und bringt mit der Vergebung der Sünden auch Heiterkeit und Frieden des Herzens. Schon zu Beginn seines Pontifikates rief der hl. Papst Johannes Paul II. zur Belebung der persönlichen Beichte auf. Auch ist die Beichte ein großer Vertrauensbeweis für die Priester. Mit einer kurzen Meditation zum Bild des „Gnadenstuhles“ in der Kapelle des Schlosses Blutenburg bei München, das Gott Vater mit seinem toten Sohn in den Armen zeigt - in der Hingabe seines Sohnes zeigt sich Gottes Liebe zu uns Menschen -, schloss Prälat Ziegenaus seine Ausführungen ab. Im Anschluss beteten die Gläubigen den Rosenkranz vor dem ausgesetzten Allerheiligsten, währenddessen sie auch die Möglichkeit hatten, das Bußsakrament zu empfangen. In seiner Predigt in der abschließenden Heiligen Messe vertiefte der Prälat nochmals den Gedanken, dass jeder von uns Gott alles wert ist. Nach dem Schlusssegen dankte Diözesanleiter Christian Stadtmüller Prof. Dr. Ziegenaus herzlich für seine ausführlichen und sehr persönlichen Gedanken zur Fatimabotschaft und lud zum Abschluss der Fatima-Monatswallfahrten am 13.10. nach Höchberg ein, wo S. Eminenz Joachim Kardinal Meisner mit den Gläubigen feiern wird.
Gestärkt und bereichert im Glauben traten die Teilnehmer dann gegen 17.00 Uhr den Heimweg an.
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