header

Über 500 Gläubige bei Fatimafeier in Dettelbach: Sauerteig für Europa. Erzbischof em. Fernand Franck war aus Luxemburg gekommen, um in Dettelbach den Fatimatag zu feiern. Es war die letzte Monatswallfahrt mit den Franziskanern, die nach 400 Jahren im Januar 2017 Dettelbach verlassen werden.

Mit großer Freude begrüßte Diözesanleiter Vikar Christian Stadtmüller den hohen Gast in der Wallfahrtskirche „Maria im Sand“. Nach dem feierlichen Rosenkranz vor dem ausgesetzten Allerheiligsten und der Lauretanischen Litanei zog der Altardienst mit Erzbischof Franck und acht Priestern zum festlichen Pontifikalamt in die übervoll besetzte Kirche mit dem Gnadenbild der Schmerzhaften Mutter ein. 

Zu Beginn seiner Predigt erinnerte der Erzbischof die über 500 Zuhörer an einen Ausspruch des hl. Papstes Johannes Paul II., dass sich das Schicksal der Menschen nicht an den Tischen der Mächtigen, sondern dort, wo gebetet wird, entscheidet und das vor allem in den marianischen Heiligtümern. In der Krise des Einigungsprozesses Europas ist dies für die Christen Einladung und Herausforderung zugleich. Wir sollen uns an der Botschaft Mariens, die sie den Hirtenkindern von Fatima ans Herz gelegt hat, orientieren und so zum Sauerteig für Europa werden: jeder Einzelne kann und soll durch seine persönliche Bekehrung und das Sühnegebet für andere mithelfen, dass sich die letzte Prophezeiung von Fatima bald erfüllt: „Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren! Und es wird Friede sein.“

Vor dem bischöflichen Segen zum Ende des Pontifkalamtes dankte Diözesanleiter Vikar Stadtmüller Erzbischof Franck herzlich für seine Worte der Ermunterung zum Zeugnis als Christen in Europa. Ein besonderes Wort des Dankes richtete er aber auch an die Gemeinschaft der Franziskaner, die über Jahre hinweg treue Gastgeber der Fatimafeiern waren. Anschließend zog die große Schar der Gläubigen in einer stimmungsvollen Lichterprozession durch den Wallfahrtsort. In ihrer Mitte wurde die festlich geschmückte Statue der Fatimamadonna getragen -  umgeben von zahllosen Kerzen, die zum festlichen „Ave, Ave, Ave Maria“ der Dettelbacher Musikanten erhoben wurden. Bevor die Gläubigen noch lange in Gespräch und Begegnung vor dem Gnadenort verweilen und beschenkt den Heimweg antreten konnten, lud Vikar Stadtmüller herzlich zu den Fatimafeiern am 13. September in Fährbrück (Weihbischof Ulrich Boom) und nach Bad Kissingen (Vikar Christian Stadtmüller) ein.

­