header

Über 600 Fatimafreunde fanden sich zu Beginn der alljährlichen Monatswallfahrten des Würzburger Fatimaweltapostolates in der Wallfahrtskirche Retzbach ein
Erstmals besuchte der Apostolische Nuntius in Deutschland, S. Exz. Erzbischof Dr. Nicola Eterovic aus Berlin, unser Bistum Würzburg. Gleichzeitig begingen die Gläubigen den 99. Jahrestag der Marienerscheinungen von Fatima. Diözesanleiter Vikar Christian Stadtmüller begrüßte mit großer Freude den hohen Gast und geleitete ihn mit dem liturgischen Dienst und einer großen Anzahl an Priestern zum Internationalen Rosenkranz in die Retzbacher Wallfahrtskirche „Maria im Grünen Tal“. Dort wurde der Rosenkranz in zwölf Sprachen vorgebetet und die Anwesenden antworteten in ihrer jeweiligen Muttersprache, was dem Rosenkranzgebet am Heiligtum in Fatima sehr ähnlich war. Nach dem Eucharistischen Segen und der Lauretanischen Litanei feierte der Apostolische Nuntius das Internationale Pontifikalamt in Konzelebration mit Diözesanleiter Vikar Christian Stadtmüller, dem Retzbacher Pfarrer Gerold Postler und Priestern aus den verschiedensten Ländern (Portugal, Polen, Kroatien, Vietnam und Indien).
In seiner Predigt übermittelte der Apostolische Nuntius herzliche Grüße von Papst Franziskus an die Gläubigen des Fatimaweltapostolates und sprach den Wunsch aus, dass die Zusammenkunft die Gläubigen geistlich auf das große Ereignis vorbreiten soll, das „wir nächstes Jahr am 13. Mai 2017 im Gedenken an den 100. Jahrestag der Erscheinungen von Fatima feiern werden.“ Anhand der Lesungstexte führte der Prediger die Wichtigkeit der Botschaft von Fatima und des Apostolates aus: „Nachdem sie die Schwere der Sünde der Welt klar gemacht hat, zeigt die Mutter Jesu den Weg des Heils: das Gebet, die Reue und die Bekehrung, die Wiedergutmachung der an ihrem göttlichen Sohn Jesus getanen bösen Werke, die Weihe Russlands und der Welt an ihr unbeflecktes Herz.“ Mit Hinweis auf die tiefe Marienfrömmigkeit des Papstes und seine besondere Hingabe an die Gottesmutter von Fatima schloss der Nuntius seine Predigt mit dem Weihegebet des Papstes, das er am 13. Oktober 2013 vor der eigens nach Rom gebrachten Fatimastatue gesprochen hatte. 

Anlässlich des Internationalen Fatimatages gewährte der heilige Stuhl das besondere Privileg, dass Erzbischof Eterovic am Ende des Ponifikalamtes den Päpstlichen Segen, der unter den üblichen Voraussetzungen mit einen vollkommenen Ablass verbunden ist, spenden konnte.
Hatte es zu Beginn des Rosenkranzes und der Messfeier noch in Strömen geregnet, konnte jetzt bei trockenem Wetter die feierliche Lichterprozession durch das Grüne Tal stattfinden. Unterstützt durch das Bläserensemble Gropp ließ die große Anzahl der Gläubigen das „Ave, ave, ave Maria“ weithin erschallen.
Nach Schlussgebet und Segen auf dem Retzbacher Wallfahrtsplatz neben der Kirche dankte Diözesanleiter Vikar Christian Stadtmüller dem Nuntius herzlich für seinen Besuch und seine bestärkenden Worte in der Vorbereitung auf das Jahrhundertjubiläum der Erscheinungen der Gottesmutter in Fatima im Jahr 2017. Mit dem „Segne Du Maria“ in allen vier Strophen verabschiedeten sich die Gläubigen von der Gottesmutter.
Tief beeindruckt und gestärkt im Glauben traten sie die Heimfahrt nach diesem stimmungsvollen und feierlichen Internationalen Fatimatag im Heiligen Jahr der Barmherzigkeit an. Die Predigt kann unter folgendem Link abgerufen werden:http://www.nuntiatur.de/predigtennuntius/854-2016-05-18-13-57-29.html
­