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Liebe Freunde unseres Fatima-Weltapostolates im Bistum Würzburg, liebe Brüder und Schwestern, eines der bekanntesten Mitglieder des deutschen Fatima-Apostolates, das damals noch „Blaue Armee Mariens“ hieß, war der erste Bundeskanzler Konrad Adenauer. Jahr für Jahr hat er in einer heute undenkbaren Weise seine Weihnachtsansprachen über die Radiosender an die Deutschen gerichtet. In seiner Ansprache am 25. Dezember 1958 sagte er: „Ein langes und tiefes Dunkel hat dereinst Jahrtausende über der Menschheit gelegen, ein langes und tiefes Dunkel, das nur spärlich und zeitweise durch Strahlen göttlicher Gnade erhellt wurde. Und trotzdem hat die Menschheit niemals die Hoffnung aufgegeben, dass einst eine geistige, eine von der Gottheit kommende Kraft ihr geschenkt werde, die das Dunkel zerstreuen, die ihr helfen würde. Es kam Bethlehem. Es wurde das Kind, das die Menschheit erlösen sollte, im Stalle geboren und von Maria, seiner Mutter, in eine Krippe gelegt. Der Glanz der Engel führte die Hirten zum Stalle; sie unterwarfen sich dem Heiland und beteten ihn an. Der Stern leitete die Weisen aus dem Morgenlande zur Krippe und zum Kinde, dass sie ihm opferten. Welches Wunder! Wie tief war dieser Eingriff in die Menschheitsgeschichte, wie führte dies wunderbare Ereignis die Menschheit zu einer höheren Stufe der Entwicklung! Ein rätselhaftes Wesen ist der Mensch. Wie oft handelt er gegen seine eigene bessere Erkenntnis, missachtet er die Wahrheit und das Gute und frevelt gegen Gott. Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen, die guten Willens sind. Nicht ohne Grund ist an die Spitze dieses Weihnachtswortes das Wort gestellt: Ehre sei Gott in der Höhe. Nicht ohne Grund ist der Verheißung des Friedens dies Wort vorangestellt. Der Friede ist uns nur verheißen, er wird uns nur gegeben, wenn wir zuerst Gott die Ehre geben, der innere Frieden für jeden Einzelnen von uns und der Friede für uns alle.

Ich glaube, wir alle denken zu wenig daran, dass zuerst Gott die Ehre gebührt. Wir alle, gleich wo wir stehen, gleich was wir tun, müssen ihm zuerst die Ehre geben, damit uns allen Friede werde. In der Geschichte der Menschheit gibt es Perioden des lastenden Dunkels, der Unrast, des Unfriedens, der Angst; aber immer wieder hat der menschliche Geist, die menschliche Seele sich hindurch gerungen zum Licht und zum Frieden. Es ist in Wahrheit etwas Wunderbares um die Stärke, um die Kraft des Geistes und der Seele. Der Geist des Menschen, seine Seele ist unüberwindlich, weil sie von Gott selbst stammt. Darum wollen wir nicht verzagen. Wir wollen nicht mutlos werden, wenn wir des Weges gedenken, den wir durchschritten haben, und wenn wir des Dunkels gedenken, in das er uns hineinführt. Denken wir an das Kind im Stalle, das den Menschen das Heil brachte. Denken wir an den Glanz der Engel, denken wir an den Stern, der die Weisen zu Ihm führte. Denken wir daran, dass die frohe Botschaft, die Christus uns brachte, der armen Menschheit das Heil und das Licht gebracht hat und ewig bringen wird.

Ehre sei Gott in der Höhe. Wir wollen Gott die Ehre geben. Dann wird die Verheißung der Engel in Erfüllung gehen: Friede den Menschen auf Erden, die guten Willens sind.“

Mit diesem unvergesslichen und verdienten katholischen Staatsmann darf ich Ihnen - auch im Namen der Priester und Laien im diözesanen Arbeitskreis - von Herzen den Frieden wünschen, den nur Gott schenken kann und seinen Segen für das neue Jahr 2014.Ihr Vikar Christian Stadtmüller
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