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Mit dem Fatima-Apostolat unterwegs zum zweitgrößten Wallfahrtsort in Deutschland

Zum Abschluss des Fatimajahres 2014 unternahm das Fatima-Apostolat in den Allerheiligenferien eine zweitägige Buswallfahrt nach Kevelaer zur Consolatrix Afflictorum, der Trösterin der Betrübten.

Fünfzig Pilger machten sich in den frühen Morgenstunden des 27. Oktober, begleitet von Diözesanleiter Vikar Christian Stadtmüller und drei weiteren Priestern des Apostolates auf den Weg nach Kevelaer.

In der altehrwürdigen Benediktinerabtei Maria Laach wurde ein erster Halt gemacht. Hier feierte die Pilgergruppe in der Nikolauskapelle, in der P. Anselm Schott begraben liegt, die heilige Messe. In seiner Predigt erklärte Vikar Stadtmüller den interessierten Zuhörern die geschichtlichen Zusammenhänge der liturgischen Bewegung und der Liturgiereform und das Maria Laach deshalb für die Kirche eine besondere Rolle spielt. Die Messe feierten die Pilger für die Kirche. Nach einem kurzen Rundgang durch die weitläufige Klosteranlage ging die Fahrt weiter zum Wallfahrtsort Kevelaer nahe der niederländischen Grenze.

Am frühen Nachmittag erreichten die Wallfahrer den zweitgrößten Wallfahrtsort Deutschlands, in dem ein sehr kleines Gnadenbild verehrt wird. In den Wirren des 30-jährigen Krieges und des Spanisch-Niederländischen Erbfolgekrieges kam das Bildchen, das die Muttergottes mit der Stadt Luxemburg im Hintergrund zeigt, nach Kevelaer und wurde 1642 durch Hendrick Busmann in einem schlichten Bildstock aufgestellt. Einige Jahre später wurde dort die heute noch vorhandene Gnadenkapelle gebaut.

Die Unterkunft lag in unmittelbarer Nähe zur Gnadenkapelle auf dem Wallfahrtsplatz; dies nutzten die Pilger gleich, um die heilige Stätte aufzusuchen und erste Eindrücke zu gewinnen. Um die Gnadenkapelle gruppieren sich die Marienbasilika, die Kerzenkapelle, die Sakramentskapelle, die Tauf- und Beichtkapelle, das Priesterhaus und das Pax-Christi-Forum.

Nach dem gemeinsamen Abendessen fand der Tag seinen Abschluss mit einer Marienfeier in der mit unzähligen Kerzenspenden, Wappenschilden und Votivtafeln geschmückten Kerzenkapelle. In der Katechese legte Vikar Stadtmüller das Magnifikat aus und hob zwei Aspekte des marianischen Lobpreises heraus. Die Prophezeiung Mariens „Von nun an preisen mich selig alle Geschlechter“ wird gerade an einem Marienwallfahrtsort beeindruckend erfüllt und das „Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen“ findet einen wunderbaren Ausdruck in dem so schlichten und kleinen Wallfahrtsbild in Kevelaer, das doch die Menschen zu hunderttausenden anzieht. Mit der anschließenden eucharistischen Andacht und der eindrucksvollen Lichterprozession zur Gnadenkapelle fand der Tag einen nicht besser vorstellbaren Ausklang.

Am nächsten Morgen hatte die Würzburger Gruppe die große Freude, am Hauptaltar der großen Marienbasilika, die in diesem Jahr ihren 150. Weihetag feierte, miteinander das heilige Opfer zu feiern. Anschließend bestand die gern angenommene Möglichkeit, die örtliche „gläserne“ Hostienbäckerei zu besichtigen. Nach einem interessanten Vortrag führte der Inhaber durch die Bäckerei und zeigte die einzelnen Schritte von Mehl und Wasser zur fertigen Hostie. Viele Zuhörer beeindruckte neben den Arbeitsabläufen der Hostienbäckerei besonders das persönliche Glaubenszeugnis, das der Hostienbäcker bei seinen Ausführungen gab.

Vor Beginn der Heimfahrt und einer kleinen mittäglichen Stärkung beteten die Teilnehmer der Wallfahrt noch gemeinsam den Kreuzweg in der beeindruckenden Anlage des so genannten  Pax-Christi-Forums in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kerzenkapelle.

Erfüllt von vielen Eindrücken, gestärkt im Glauben und dankbar für die engagierte geistliche Leitung von Vikar Stadtmüller und die reibungslose Organisation der Fahrt durch Pfarrer Mathiowetz kehrten die Wallfahrer am Abend wohlbehalten nach Hause zurück..

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