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Am Nachmittag des 18. August starteten 35 Teilnehmer, angeführt von Diözesanleiter Vikar Christian Stadtmüller und seinem Stellvertreter Pfarrer Robert Stolzenberger zur diesjährigen Pilgerfahrt des Fatimaweltapostolates.

 Ziel war das irische Wallfahrtsheiligtum Knock und die dortigen Feierlichkeiten zum 140. Jahrestag der Erscheinung der Gottesmutter. Nach einem kurzen Flug von Frankfurt nach Dublin wurde die Pilgergruppe von Reiseführerin Ela Sooner erwartet und erreichte per Bus bald die erste Unterkunft, das Celbridge Manor Hotel, das sehr an die Rosamunde Pilcher-Filme erinnerte. Nach dem Abendessen wurden Kostenproben des „Uisce Beatha – Wasser des Lebens“, d.h. nach irischer Sprache verschiedene Whiskeysorten zur Verkostung gereicht.
Am Montag führte der Weg zunächst in das County Tipperary zu einem der
bedeutendsten kirchlichen Bauwerke des (früh)christlichen Irlands. Dort, auf einem mächtigen Kalksteinfelsen
gelegen, erhebt sich majestätisch die „irische Akropolis“ – wie der Rock of Cashel oder auch „St. Patrick´s Rock“
im Volksmund genannt wird. Ursprünglich Sitz der irischen Hochkönige wurde im 12. Jahrhunderteine imposante Kathedrale erbaut, bei der die deutsche Dombaukunst des Mittelalters einen wichtigen Beitrag geleistet hat.
Nach der hl. Messe in der Kirche „St. John the Baptist“ in Cashel ging es weiter durch die typisch irischen, saftig grünen Hügel nach Ennistymon, wo in einem Hotel an einem Wasserfall übernachtet wurde.
Der Dienstag begann mit irischem Regenwetter, das die Pilgergruppe den ganzen Tag begleiten sollte,
was der guten Stimmung jedoch keinen Abbruch tat. Erstes Ziel waren die weltberühmten Klippen von Moher, eindrucksvoll am Atlantik gelegen, fällt die Steilküste dort bis zu 210 Meter senkrecht ins Meer ab. Hier peitsche der Wind den Regen fast quer und in kurzer Zeit waren fast alle Teilnehmer ziemlich nass, aber dennoch sehr beeindruckt von dieser imposanten Landschaft.
Durch die Karstlandschaft des Burron-Nationalparks führte die Fahrt weiter ins Hafenstädtchen Galway, wo die Pilgergruppe in der Sakramentskapelle der Kathedrale die hl. Messe gefeiert wurde. Nach einem kurzen Rundgang machten
sich die Pilger auf in Richtung Hauptziel der diesjährigen Wallfahrt, zu Unserer lieben Frau von Knock, die im Wallfahrtlied als „Queen of Ireland“ angerufen wird. Knock – irisch „ Cnoc Mhuire“ , was übersetzt bedeutet „der Hügel Marias“ Die Würzburger Pilger nahmen dort am Vorabend des Jubiläumstages an der „Evening Ceremony“ teil und wurden vom dortigen Wallfahrtspfarrer eigens begrüßt.
Das Pontifikalamt, bei dem die mitgereisten Priester des Fatimaweltapostolates konzelebrierten, wurde vom Erzbischof von Tuam geleitet. An der stimmungsvollen abschließenden Lichterprozession um das Wallfahrtsheiligtum, bei der eine festlich geschmückte Statue der Muttergottes mitgeführt wird, nahmen über 3000 Gläubige teil.
Der Mittwoch stand ganz im Zeichen des 140. Jubiläums der Marienerscheinung in Knock. Nach einer kurzen Führung durch das Wallfahrtsheiligtum beteten die Pilger den Kreuzweg in der Basilika. Danach war Zeit für das persönliche Gebet vor dem Gnadenbild der Muttergottes; diese war am 21.08.1879 an das Giebelwand der dortigen Pfarrkirche in Begleitung des hl. Josef, des Evangelisten Johannes, sowie des Altares mit dem eucharistischen Lamm, erschienen. Die Erscheinung erfolgte in völliger Stille ohne eine Botschaft der Gottesmutter. Am Nachmittag feierte der Erzbischof in der Wallfahrtskirche das Pontifikalamt zum Jubiläumstag
und am Abend schloss sich der hl. Messe eine Marienfeier mit Umgang an, da die Lichterprozession wegen der
unklaren Wetterbedingungen entfallen musste.
Nach dem Frühstück am Donnerstag feierte Vikar Stadtmüller am Fest Maria Königin die hl. Messe in der Erscheinungskapelle des Wallfahrtsheiligtums Knock. Der Dank der Wallfahrtsgruppe mündete im feierlichen Te Deum vor dem Gnadenbild. Danach führte die Fahrt weiter in den Norden der Insel in die geistliche Hauptstadt Gesamt-Irlands und dem Sitz des Primas von Irland die heute zu Nordirland gehörende Stadt Armagh.
Schon seit dem vierten Jahrhundert offiziell
besiedelt, entwickelte sich Armagh schnell zum kirchlichen Mittelpunkt Irlands, vor allem nachdem der
Heilige Patrick, Schutzpatron der Insel, dort 445 seinen Bischofssitz errichtete. Heute ist Armagh nicht nur
Erzdiözese, sondern auch der Sitz des Primas von Irland.
Nach einer kurzen Stadtrundfahrt mit Besichtigung St. Patrick,der katholischen Kathedrale von Armagh, bezog die Pilgergruppe ihr Hotel in Armagh mit Blick auf beide Kathedralen, sowohl die katholische als auch die anglikanische. Wie auch an den vorhergehenden Tagen schloss sich ein Besuch der örtlichen Pubs mit geselligem Beisammensein an.
Am Freitagmorgen feierte die Gruppe die hl. Messe in der mit Mosaiken prächtig ausgeschmückten Kathedrale von Armagh, die dem Hl. Patrick geweiht ist. Anschließend ging die Fahrt weiter zu einem weiteren Höhepunkt der Wallfahrt, nämlich nach Mullagh, dem Geburtsort unseres Diözesanpatrons, des hl. Kilian.
Nach dem Besuch der Kiliansquelle und der örtlichen Pfarrkirche empfingen uns Gemeindemitglieder im Besucherzentrum, das mit Unterstützung des Bistums Würzburg errichtet wurde, mit Tea/Coffee und Scones. In einem Film erfuhr die Pilgergruppe vieles über das Wirken des Frankenapostels. Am frühen Nachmittag erreichten die Würzburger Pilger die irische Hauptstadt Dublin. Bei der sich anschließenden Stadtrundfahrt war viel über die lange Geschichte der irischen Metropole zu erfahren. Bis zum Abendessen erkundeten die Pilger Dublin auf eigene Faust und nach dem Abendessen waren die urigen Pubs ein beliebtes Ziel für den letzten Abend.
Am Samstag hieß es Abschied nehmen von der grünen Insel. Nach einer kurzen Besichtigung der Christchurch Cathedral feierte Diözesanleiter Christian Stadtmüller in Konzelebration mit Pfarrer Robert Stolzenberger und Pfarrer Richard Englert die hl. Messe zum Abschluss der Pilgerreise. Die Pilger sagten Gott Lob und Dank für die gelungene und gnadenreiche Wallfahrt. Noch ein Bummel durch die belebten Dubliner Straßen und Gassen und dann war es schon Zeit, zum Flughafen zu fahren. Am späten Abend erreichte die Pilgergruppe wohlbehalten und gestärkt im Glauben wieder deutschen Boden.
Ein herzliches Vergelt´s Gott an Diözesanleiter Vikar Christan Stadtmüller und seinen Stellvertreter Pfarrer Robert Stolzenberger für die ausgezeichnete Organisation der Wallfahrt und besonders für ihre geistliche Begleitung durch die Feier der hl. Messe, Predigt, Katechese und Gebet.

Bilder und weitere Informationen sind zu finden unter www.fwa-wuerzburg.de, Instagram und facebook.

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