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Das Fatimaweltapostolat Würzburg bei unserer Lieben Frau von Guadalupe in Mexico vom 14.11. bis 24.11.18

Nach einer langen Zeit der Vorbereitung und Vorfreude starteten am 14.11. vom Frankfurter Flughafen aus 25 Teilnehmer der großen Dank- und Jahreswallfahrt des Fatimaweltapostolates Würzburg.

Zuvor feierte Diözesanleiter Vikar Christian Stadtmüller zusammen mit drei weiteren Priestern die hl. Messe in der Kapelle des Flughafens und erteilte den Reisesegen für den 12-stündigen Flug nach Mexico City. Nach fast 10.000 Flugkilometern landete die Pilgergruppe wohlbehalten in der Millionenstadt. Nach Erledigung der Einreiseformalitäten wartete Patrick Junckers, der Reiseleiter für die nächsten 10 Tage, auf die Unterfranken.
Nachdem das Gepäck im Bus von Fahrer Martin verstaut war, brachte dieser die Pilgergruppe zum Hotel Metropol zum ersten Abendessen und der ersten Übernachtung auf mexicanischem Boden. Am nächsten Morgen begann das Besichtigungsprogramm in Stadtteil Coyoacan. Hier war die Heimat von Frida Kahlo und Diego Rivera. Das berühmte „Blaue Haus“ konnte nur von außen besichtigt werden, da eine große Menschenmenge dort schon Schlange stand. Die Kathedrale San Juan Bautista (Johannes d. Täufer), der Nationalpalast, der Chapultepec Park und die Reforma-Allee waren die nächsten Stationen des Stadtrundgangs bzw. der Stadtrundfahrt. Am Abend feierte Vikar Stadtmüller mit der Reisegruppe die hl. Messe in der Anima-Kapelle für die verfolgten Christen weltweit. Ein typisch mexicanisches Abendessen in geselliger Runde beendete den ersten Tag.
Der Freitag, 16.11. stand ganz im Zeichen unserer Lieben Frau von Guadalupe. Während der Busfahrt stimmte Vikar Krems die Pilger mit der Geschichte der Erscheinung der Muttergottes im Jahr 1531 ein. Sie war dem Azteken Juan Diego erschienen und bat um den Bau einer Kirche. Der Ortsbischof verlangte einen Beweis der Richtigkeit der Erscheinung. Die Gottesmutter gab ihm einen Rosenstrauß mit, den er dem Bischof überreichen sollte. Als er seinen Umhang öffnete, war darin das Abbild der Muttergottes zu sehen. Im weitläufigen heiligen Bezirk des Wallfahrtsheiligtums feierte Vikar Stadtmüller die heilige Messe in der Capella de Pochito. Hier kam es zu einem Zusammentreffen mit Frau Anna von mexicanischen Fatimaweltapostolat, die die Pilgergruppe Monsenor Diego Monroy Ponce, dem ehemaligen Wallfahrtsrektor und Leiter des Fatimaweltapostolates in Mexico, vorstellte. Die Gläubigen durften dem Gnadenbild ganz nah sein und wurden herzlich mit Rosen verabschiedet. Danach folgte eine Zeit des persönlichen Gebetes am Gnadenort. Hier, so wie auch an den anderen Wallfahrtsorten während der Pilgerfahrt war die tiefe Frömmigkeit der Verehrer der La Guadalupana zu sehen und zu spüren. Nach der Mittagspause ging die Busfahrt weiter nach Teotihuacan zur Mond- und Sonnenpyramide. Viele aus der Pilgergruppe bestiegen die Sonnenpyramide, wobei die Höhenlage von über 2.100 m besondere Anforderungen stellte. Am nächsten Morgen folgte der erste Umzug in ein neues Hotel in San Miguel de Allende. Zuvor feierten die Pilger die hl. Messe in der riesigen Wallfahrtsbasilika in der Kapelle 4 gegenüber des Gnadenbildes. Unterwegs wurde Franziskanerkloster Acolman besichtigt. In Teotzotlan waren das ehemalige Jesuitenkolleg mit der Kirche San Francisco und der Loreto-Kapelle, sowie das Museum aus der Kolonialzeit besonders interessant. Als Unesco-Weltkulturerbe findet man in San Miguel de Allende viele Sehenswürdigkeiten. Die Sonntagsmesse feierte die Gruppe anderentags in der Escuela Santa de Cristo. Danach folgte ein Stadtrundgang, um die vielen Bauwerke und prächtigen Kirchen zu bestaunen. Am Montag war nach längerer Busfahrt die ehemalige Bergbaustadt Guanajuato Besichtigungsziel. Hier wurde über lange Zeit hinweg Silber abgebaut. Unter der Stadt verlaufen unzählige Tunnel, die von den Autofahrern genutzt werden, um die verwinkelten Straßen der Stadt zu umgehen. Nach der Feier der hl. Messe im Franziskanerkloster San Diego war noch Zeit für die Mittagspause in der Markthalle oder kleinen Lokalen in der malerischen Altstadt. Am Nachmittag ging die Fahrt nach Dolores Hidalgo, wo der Priester Hidalgo 1810 den Beginn des Unabhängigkeitskrieges ausgerufen hatte. Nächstes Ziel war dann die Stadt Queretaro, wo die Gruppe über Nacht blieb. Nach dem Stadtrundgang am Morgen feierten die Pilger in der Kirche San Francisco die heilige Messe. Danach ging es weiter nach San Juan de Los Lagos. Die mächtige Kathedrale zählt jährlich vier Millionen Besucher. Auf der Weiterfahrt nach Guadalajara waren viele Spargel- und Erdbeerfelder zu sehen. In der Millionenstadt gab es viel zu entdecken z. B. das ehemalige Waisenhaus Hospicio de Cabanas, die Kathedrale Mariä Himmelfahrt und den Regierungspalast. Am Fest Maria Opferung führte der Weg in den Stadteil Zapopan, wo das Heiligtum der Schwarzen Madonna besucht und die Messfeier zur Füßen Unserer lieben Frau von Zapopan gefeiert wurde.
Dieses Gnadenbild besteht aus Maispaste, einem für uns ungewöhnlichen Material für eine Statue. Im Stadtteil Tlaquepaque wurde die Basilika „Jungfrau der Einsamkeit“ aufgesucht. Am Abend kehrten die Pilger in einer Tequila-Bar ein und lauschten den Darbietungen mexikanischer Folklore. Guide Patrick Junckers hatte das Wallfahrtslied „La Guadalupana“ ins Deutsche übertragen und sang es, begleitet von einer Mariachi-Band. Am Donnerstag Abfahrt nach Morelia, dessen historisches Zentrum auch zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt wurde. Hier beeindrucken besonders die ehemalige Jesuitenschule und die Kathedrale Verklärung Jesu.
Am Freitag führte die Busfahrt entlang der Vulkanachse zuerst nach Malinalco. Hier waren die kolorierten Fresken im Kreuzgang des Augustinerklosters besonders sehenswert. In der Wallfahrtsstätte Chalma wird der „gekreuzigte schwarze Christus sehr verehrt. 10 Mio. Pilger finden sich jedes Jahr hier ein. Vikar Stadtmüller feierte mit der Wallfahrergruppe das hl. Messopfer zu Füßen des Gnadenbildes als Dankgottesdienst für die gelungenen und gnadenreichen Wallfahrtstage in Mexico. Der Dank mündete in feierlichen Te Deum. Daran schloss sich die Fahrt nach Taxco, der alten Silberstadt an. Nach einem kurzen Stadtrundgang war im Hotel Monte Taxco hoch über der Stadt die letzte Übernachtung auf mexicanischem Boden. Schon um 4:00 Uhr ging es dann zurück nach Mexico City, wo in der Kirche der Hl. Drei Könige in Flughafennähe von Vikar Stadtmüller die hl. Messe zelebriert wurde.
Nun hieß es Abschied nehmen von Mexico, einem beeindruckenden Land. Guide Patrick Junckers brachte die Gruppe noch zum Check-In und um 10:55 startete der Flug in Richtung Heimat. Am Sonntag, 25.11. kehrten die Pilger übermüdet und von den vielfältigen Eindrücken und Erlebnissen erfüllt nach Frankfurt zurück. Diese große Wallfahrt wird allen Teilnehmern in besonderer Erinnerung bleiben.

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